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Bewegungstrainer EM

“Der beste Tierschutz ist der gut sitzende Reiter”

Die Zusatzqualifikation für staatliche geprüfte Berufsausbilder „Bewegungstrainer EM“ ist geschaffen worden, um die Reitausbilder zu unterstützen, ihren Unterricht effektiver zu gestalten. Sie ist in Absprache zwischen der Deutschen Reitschule und der Bundesvereinigung der Berufsreiter ins Leben gerufen worden. Ein Grund war die Professionalisierung der Berufsausbilder, die zwar umfassend in der Thematik Pferd ausgebildet werden, den Reiter bisher aufgrund der Ausbildungsrichtlinien nicht auf dem Hintergrund der Bewegungs-/Trainingslehre und Sportpädagogik genügend im Blick hatten. In den neuen Ausbildungsstrukturen sind diese Begriffe aufgenommen, sodass die zukünftigen Pferdewirte und Pferdewirtschaftsmeister auch diesbezüglich geschult und geprüft werden.

Die Reitlehre ist eine Ausbildungslehre für das Pferd, um es sachgerecht auszubilden, damit es so lange wie möglich gesund bleibt (Tierschutz), es selbst (und auch der Reiter) an gemeinsamen Bewegungen Freude hat und es sich leistungsfähig unter unterschiedlichen Zielsetzungen entwickelt (Leistungssport, Freizeitsport, Hippotherapie, etc.). Innerhalb dieser Reitlehre werden vom Reiter Leistungen erwartet, um das Pferd korrekt auszubilden. Dabei wird die Hilfengebung und Einwirkung idealtypisch beschrieben, ohne zu bedenken, dass jedes Pferd und jeder Reiter individuell sind und beide ihre Bewegungsprobleme haben. Für das Pferd hat der Ausbilder entsprechende Zwecklektionen erhalten, um auf dem Hintergrund der Skala der Ausbildung dem Pferd gerecht werden zu können.

Es ist jedoch nicht bedacht worden, dass der Reiter ebenso Bewegungsprobleme hat, diese in der Reitlehre beschriebene Idealtypik der Hilfen auf das Pferd übertragen zu können. Eckart Meyners hat über Jahre ein System entwickelt, das auf dem Hintergrund eines bestimmten Menschenbildes dem Reiter helfen kann, sich relativ schnell seiner Bewegungsprobleme bewusst zu werden und mit Hilfe von elementaren Bewegungen diese Schwierigkeiten auszumerzen.
Eckart Meyners´ Menschenbild geht von einem selbständigen Reiter aus, der handlungsfähig wird, sachgerechte Entscheidungen für sich und das Pferd treffen zu können. Diese Entscheidungsfähigkeit in der Materie Reiten hat der Ausbilder mittelfristig in Zusammenarbeit mit dem Reiter zu entwickeln.
Er muss ihm transparent machen, was sich hinter den einzelnen Reitlehreaspekten verbirgt.

Ebenso hat es der Ausbilder auch für die äußeren und inneren Bewegungsabläufe des Reiters vorzunehmen, was er aufgrund seiner bisherigen Berufsausbildung nicht gelernt hat. Aus diesen Gründen ist das Bewegungskonzept von Eckart Meyners als eine integrative Methode anzusehen, den Reiter so gemäß seinem System mit Hilfe elementarer Bewegungsaufgaben
(Übungen) zu verändern, dass er die originären Bewegungsabläufe spüren kann, um ausgehend von diesen Wahrnehmungen aufs Pferd sachgerecht einwirken zu können. Nur auf diesem Wege kann ein Dialog zwischen Reiter und Pferd entstehen.

Die Bewegungstrainer sollen das Bewegungslernen unterstützen. Treffen sie auf eventuelle gravierende körperliche Probleme bei Reitern, sind die Reiter darauf aufmerksam zu machen, dass sie Fachleute wie Orthopäden, Physiotherapeuten, etc. aufsuchen müssen.

Termine für die Lehrgänge mit Prüfung zum Bewegungstrainer EM erfahren Sie bei der Deutschen Reitschule unter der Telefonnummer 02581-6369-28 (Frau Monika Risse).