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Ausbildungsforum bot von allem viel

Bundesberufsreitertag in Schenefeld
In der einladenden Reitanlage Klövensteen in Schenefeld, am Nordwestrand von Hamburg, fanden sich vom 19. bis 21. März Berufsreiter aus ganz Deutschland ein, um zu tagen. Ziel der Tagung war aufzuzeigen, wie facettenreich das Berufsbild des Pferdewirtes sein kann. Wer dort war, konnte sich von der Vielfalt, die dieser Beruf zu bieten hat, überzeugen.
Einmal jährlich lädt die Bundesvereinigung der Berufsreiter (BBR) ihre Mitglieder zu einer großen Bundestagung ein, es geht quer durch die Republik, jährlich wechselt der Standort. In diesem Jahr war es die Reitanlage Klövensteen in Schenefeld, in der die Jahrestagung stattfand. Drei Organisatoren – Jürgen Böckmann, Wolfgang Schierloh und Rainer Schwiebert – hatten ein insgesamt rund siebenstündiges, auf zwei Tage verteiltes praktisches Programm für ihre Berufskollegen auf die Beine gestellt, und damit eine klare Botschaft verbunden: Der Beruf des Pferdewirts hat deutlich mehr Vielfalt, als es auf den ersten Blick scheinen mag. „Wir wollen anhand unseres großen Betriebes aufzeigen, dass es unendlich viele Möglichkeiten gibt, sich in unserem Beruf zu etablieren. Nicht nur mit Standards, sondern mit individuellen Nischen“, leitete Jürgen Böckmann die Tagung ein. Rund 200 Kollegen aus ganz Deutschland hatten sich auf den Weg gemacht, um Anregungen mitzunehmen für ihren Berufsalltag – und sie wurden schon an Tag eins nicht enttäuscht: Diverse Varianten der Schulbetriebsgestaltung wurden aufgezeigt, vom Longen- über Gruppen- zum Einzelunterricht, Spezialisierungen wie Quadrille- oder therapeutisches Reiten hatten genauso ihren Platz bei den Demonstrationen wie die Jungpferdeausbildung und das gezielte Kadertraining für den reitenden Nachwuchs. Theoretische Kurzvorträge über Projekte, z.B. „Pferde für unsere Kinder“ sowie ein Vortrag über die Fütterung von Zucht- und Leistungspferden rundeten die Veranstaltung ab.
Die Stifte vieler Kollegen glühten am zweiten Tag, an dem sich alles auf das Spring- und Vielseitigkeitstraining konzentrierte – beides Sparten, in denen zwei Experten ihr Wissen weitergaben: Pferdewirtschaftsmeister Philipp Stut im Springen betonte zunächst den Wert der lösenden Stangenarbeit und demonstrierte mit drei Schülern, wie viele unterschiedliche Varianten allein drei Stangen zum Lösen bieten können, bevor später das Parcourstraining ausführlich behandelt wurde. Schleswig-Holsteins Landestrainer Detlef Peper schulte zwei Vielseitigkeitsreiter in der sinnvollen Gestaltung eines Indoor-Trainings und hatte die gesamte Reithalle mit gelände-typischen Hindernissen ausgestattet. „Wir sind dankbar, mit so vielen Anregungen nach Hause fahren zu können“, resümierte der BBR-Vorsitzende Burkhard Jung und lobte das Engagement des Veranstalterteams. „Und wir freuen uns darauf, viele der Anregungen in unseren Alltag mit einzubauen.“
Im kommenden Jahr treffen sich die Berufsreiter vom 12. bis 13, März im brandenburgischen Neustadt/Dosse. Ihr Thema dann: die Vereinbarkeit von Zucht und Sport.
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