FAQ

1. Welche Aufgaben kann ein Berufsreiter in meinem Betrieb / Verein erfüllen?
Der Berufsreiter (Pferdewirtschaftsmeister) bringt die nötige Lebens- wie Berufserfahrung mit, um einen Pferdebetrieb zu führen. Somit kann er die gesamte Betriebsführung übernehmen. Dies kann über eine Anstellung, einer Gesamtverpachtung, einer Teilpacht oder über eine Selbständigkeit in der nur Ausbildungs- und Betriebsführungstätigkeiten übernommen werden, geschehen.
Ferner können einzelne Bereiche ausgelagert werden: nur Stalltrakte verpachten, eine Reitschule als „Shop in Shop“ in einem größeren Betrieb führen.
Hier können Spezialisten für einzelne Bereiche, wie Reitschule, Dressur- und / oder Springausbilder, eine sinnvolle Ergänzung sein.

2. Wie "rechnet" sich ein Berufsreiter? Kann ich mir das leisten? Für und Wider
Ein Berufsreiter (Pferdewirtschaftsmeister) ist, fachlich in einen adäquaten Betrieb integriert, die Basis für den wirtschaftlichen Erfolg. Es müssen allerdings die Merkmale Qualität, Zuverlässigkeit, Preisniveau auf beiden Seiten stimmig sein. Ferner ist eine ausgewogene Entlohnung, Pacht unabdingbar.

3. Welche Beschäftigungsverhältnisse / -formen gibt es?
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Vollanstellung
- Teilanstellung
- Teilanstellung in Verbindung mit einer Selbständigkeit
- TeilpachtVollpachtSelbständige Lehrtätigkeit - mit der Lehrverantwortung für den Gesamtbetrieb
- Selbständige Lehrtätigkeit - für Spezialbereiche (Dressur, Springen, Spezialdisziplinen,…)
- Selbständige Lehrtätigkeit für einzelnen Reiter, Gruppen

4. Wie unterscheidet sich der Pferdewirt / Pferdewirtschaftsmeister von dem Trainer C, B, A?
Der zeitliche Aufwand (Lernphase) um den Titel Trainer A / B / C zu erlangen beträgt zwischen 113 bis 248 Zeitstunden.
Der zeitliche Aufwand (Lernphase) um den Titel Pferdewirt – Klassisches Reitausbildung- zu erlangen beträgt zwischen 3.200 bis 4.800 Zeitstunden.

Die Trainer Aus- und Fortbildung wird Verbandsintern (FN) geregelt, die Pferdewirt- und Pferdewirtschaftsmeisterausbildung ist durch das Berufsbildungsgesetz geregelt.
Der Pferdewirt absolviert eine 2 bis 3 jährige ganztägige Ausbildung im Dualen, vom Gesetzgeber geregelten Berufsausbildungsgang (ca. 3.200 bis 4.800 Ausbildungsstunden).
Der Pferdewirtschaftsmeister leistet durch weitere Ausbildung (unter Anleitung und/oder autodidaktisch) weitere 1.600 Ausbildungsstunden ab, um das zu prüfende Niveau zu erreichen.
Diese Ausbildungsstunden dienen als Grundlage, ein vertieftes Fachwissen zu erlangen, um durch das erworbene Fachwissen die Berufsausübung als Grundlage für den Lebensunterhalt zu gebrauchen.
Dir Trainer-Ausbildung und -Prüfung ist verbandsintern (DOSB und FN) geregelt:
Der Trainer C muss als Voraussetzung zur Zulassung zur Prüfung
folgendes Nachweisen:
Trainerassistent - 30 Lehreinheiten a 45 min
Trainer C - 120 Lehreinheiten a 45 min
Trainer B - 60 Lehreinheiten a 45 Minuten
Trainer A - 90/ 120 Lehreinheiten a 45 Minuten
Gesamt 330 Lehreinheiten a 45 Minuten = ca. 260 Stunden Ausbildung

5. Wo / Wie finde ich einen Berufsreiter?
Für Betriebe: Über den Stellenmarkt der BBR
Für Endverbraucher: Über die gemeinsame Ausbilderbörse der BBR und der FN unter www.berufsreiter.com und www.fn-aktuell.de

6. Welche Rolle spielt der Staat bei der Ausbildung der Berufsreiter?
Der Staat, d. h. die sog. Zuständigen Stellen (meist Landwirtschaftskammern) regeln über das Berufsbildungsgesetz, wie in anderen staatl. Anerkannten Ausbildungsberufen auch, den Ausbildungsgang.

7.Hat mein Betrieb /Verein auch Berührungspunkte mit staatlichen Stellen, wenn wir mit einem Berufsreiter zusammenarbeiten?
Ja, mit der Zuständigen Stelle (meist Landwirtschaftskammern), die es in jedem Bundesland gibt. Sie erkennt die Betriebe für die Ausbildung nach der Ausbildungsstättenverordnung (pdf) an, wenn in dem Betrieb / Verein ausgebildet werden soll.

8. Welche Vorteile ergeben sich bei der Zusammenarbeit mit Berufsreiter?
Der Berufsreiter gewährleistet Ihnen den Zugriff auf das Wissen einer über Jahrhunderten gewachsenen, permanent nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, verbesserten Ausbildungslehre für Sie und Ihr Pferd.


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