Sebastian Bartke

Ankaufsuntersuchung – Fluch oder Segen?
Klein oder groß, mit oder ohne Röntgen, eine oder fünf Stunden, hundert oder tausend Euro? Das sind noch die banalsten Fragen, die sich ein potenzieller Pferdekäufer stellt.
Der Wunsch desjenigen, der eine Ankaufsuntersuchung in Auftrag gibt, ist meistens, seine mehr oder wenige hohe Investition in das neue Pferd bestmöglich abzusichern.
Dr. Sebastian Bartke, Mitinhaber einer Tierklinik im westfälischen Milte, ist Experte auf dem Gebiet der Ankaufsuntersuchungen. Rund 400 davon werden jährlich in seiner Klinik durchgeführt, von der kleinen, klinischen Ankaufsuntersuchung bis hin zu aufwändiger Diagnostik mit verschiedenen bildgebenden Verfahren.
In seinem Vortrag wird der Pferde-Fachtierarzt verschiedene Beispiele durchspielen: Was beinhaltet die Feststellung des „Ist-Zustandes“ eines Pferdes, welche Rolle spielt das Röntgen – und welche Rolle sollte es spielen? Warum fühlt sich ein Tierarzt bei einer Ankaufsuntersuchung manchmal wie ein Prophet? Und welche praktischen Tipps hat der Experte für Pferdekäufer und -verkäufer?

Der Referent
Dr. Sebastian Bartke
wusste schon als Zwölfjähriger, was er werden wollte. Einige Praktika haben ihn bestärkt, Tiermedizin zu studieren – zunächst in Budapest, später in München. Der 36-jährige gebürtige Osnabrücker hospitierte und arbeitete in den USA, in England und in Deutschland in verschiedenen Kliniken, absolvierte zwei Facharzt-Prüfungen (Schwerpunkt Pferd sowie Chirurgie) und wurde schließlich Mitinhaber der Tierklinik Milte. Er ist FEI-Tierarzt und Mannschaftstierarzt für das DOKR und gibt seine Erfahrungen unter anderem auch als Dozent an der Deutschen Reitschule für angehende Pferdewirte und Pferdewirtschaftsmeister weiter.

Hans-Heinrich Brüning

Perspektiven und Chancen der Pferdevermarktung
Der Familienbetrieb von Hans-Heinrich Brüning steht auf drei Säulen: Ackerbau auf guten Böden, Pensionspferdebetrieb speziell für tragende Stuten und Fohlen sowie für die Aufzucht des Nachwuchses und vom Verkauf eigener Pferde. Viele Jahrzehnte Erfahrung fließen in den Vortrag des Experten ein, der aus seiner Erfahrung heraus darüber berichtet, wie man in der Pferdevermarktung langfristig Erfolg haben kann – sein Beispiel zeigt es nur zu gut. „Die Leute fragen: Wo ist das Pferd groß geworden?“, sagt er, „und darauf muss ich in verschiedenster Hinsicht eine qualifizierte Antwort geben können.“ Das heißt: ein sorgfältig ausgewähltes Pedigree erläutern, die Faktoren einer artgerechten Aufzucht berücksichtigen, die Pferde später auf ausgewählten Schauen und Turnieren fachgerecht herausbringen und schonend präsentieren. Viele weitere Punkte wird Hans-Heinrich Brüning anreißen und damit handfeste Tipps für jeden Züchter, Aufzüchter und Händler in seinen Vortrag einflechten. Der Experte wird darüber hinaus auch auf Werte eingehen, die man leben muss, wenn man Pferde erfolgreich vermarkten will. Werte wie Verlässlichkeit, Vertrauen, Glaubwürdigkeit, aber auch Kulanz, wenn der Kunde nicht zufrieden ist. „Gerade in diesem Geschäft“, fordert er, „muss ich authentisch sein!“

Der Referent
Er ist auf einem landwirtschaftlichen Betrieb aufgewachsen, hat den Familienbetrieb geführt und betrachtet sich jetzt mit seinen 65 Jahren als beratender „Aufsichtsrat“ des familieneigenen Betriebes, den mittlerweile sein Sohn weiterführt: Hans-Heinrich Brüning. Zwischen Verden und Vechta liegt sein rund 300 Hektar großer Betrieb mit Acker- und Grünflächen, auf dem schon immer professionelle Tierzucht betrieben wurde. 2006 hat sich die Familie komplett auf den Bereich Pferdezucht spezialisiert. Rund 240 Pferde haben dort ihre Heimat, davon 160 Gastpferde und -fohlen von internationalen Besitzern.

Bernhard Feßler

Foto: Björn Schroeder
Foto: Björn Schroeder

Bundesberufsreitertag: Prominenter Eröffnungsredner

Die Ehre der ersten Begrüßung beim Bundesberufsreitertag hat natürlich der erste Vorsitzende der BBR, Burkhard Jung. Doch flankiert wird die Eröffnung von einem prominenten Gast aus Berlin: Die Rede ist von Bernhard Feßler, Leiter des FN-Hauptstadtbüros in Berlin.

Seit Ende 2017 ist der Diplom-Verwaltungswissenschaftler und begeisterte Reiter Bernhard Feßler im Namen der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) in Berlin tätig. Seine Aufgabe dort hat es in sich: In der politischen Schaltzentrale Deutschlands beobachtet er die Entwicklungen und Gesetzgebungsverfahren im Hinblick auf den Pferdesport und rückt das Thema Pferd in Verbindung mit Umwelt, Natur und Kultur näher in den Fokus diverser politischer Entscheidungsträger.

„Die Wertschätzung des Berufsbildes von Pferdewirt und Pferdewirtschaftsmeistern öffentlicher und noch besser zu machen, ist mir ein großes Anliegen“, betont der 50-Jährige, der selbst am liebsten im Gelände, bei der Jagd oder auch dressurmäßig unterwegs ist. „Die Berufsausbildung hierzulande ist beispiellos und ich möchte dazu beitragen, dass das Bild des Berufsreiters in der Öffentlichkeit – national und international – noch mehr Renommée erhält“, erläutert Bernhard Feßler.

Durch seine aktive Teilnahme an Ausschuss-Sitzungen im Bundestag sowie im Verlauf vieler parlamentarischer Abende knüpft er Kontakte, um für Anliegen rund ums Pferd zu werben. „Bei diversen Themen sind die Berufsreiter unmittelbar betroffen und werden gebraucht als kompetente Ansprechpartner. Dies möchte ich unterstreichen in meinen Gesprächen und Verhandlungen“, sagt Bernhard Feßler. Ganz aktuell kann sich der Experte für Beziehungsmanagement über die gute Nachricht freuen, dass dem Haupt- und Landgestüt Marbach umfangreiche Fördermittel vom Staat zur Verfügung gestellt werden – „wir müssen das Pferd und damit das zusammenhängende Kulturgut pflegen und erhalten“, fordert er.

Seine jahrzehntelange Erfahrung im Vorstand des Reitvereins Leinfelden-Echterdingen kann der gebürtige Schwabe nutzen, um Themen wie Vereinskultur, Turnierförderung und die immens wichtige Bedeutung des Ehrenamtes mit gelebten Beispielen in den Vordergrund von Gesprächen zu rücken. Darüber hinaus plädiert er dafür, das weite Feld des therapeutischen Reitens stärker in Krankenkassenleistungen zu integrieren. „Hier wird unschätzbar wertvolle Arbeit geleistet“, ist Bernhard Feßler überzeugt. Die Zusammenarbeit mit diversen Gremien ermöglicht es ihm auch, Stellung zu beziehen bei Themen der Besteuerung von landwirtschaftlichen und pferdewirtschaftlichen Betrieben – auch hier ein direkter Zusammenhang zum Berufsreiter.

„Ich bin davon überzeugt, dass wir durch die Arbeit in Berlin dichter dran sind am vorpolitischen Entscheidungsraum und die Gruppe der Berufsreiter spielt hier eine entscheidende Rolle. Gemeinsam kann es uns gelingen, dass wir unsere Kompetenz bei Themen wie Pferdehaltung, Tierschutz, Sport und Zucht bekannter machen und damit mehr Einfluss auf politische Entscheidungen nehmen können“, ist sich der FN-Hauptstadtvertreter sicher.

Ulrich Kasselmann

Präsentieren von Verkaufspferden
Der Höhepunkt des Bundesberufsreitertages 2019 ist sicher der Praxisteil am zweiten Tag: Im Auktionszentrum Ankum wird einer der erfolgreichsten Pferdehändler weltweit, Ullrich Kasselmann, zusammen mit seinem fachkundigen Team in Theorie und Praxis demonstrieren, welche Faktoren bei einer gelungenen, erfolgreichen Präsentation von Verkaufspferden eine Rolle spielen.
Wie sollte das Pferd aufgemacht sein, auf welche Weise sollte der Bereiter es präsentieren? Welche Ideen und Tipps hat das Team rund um den erfahrenen Pferdemann, der sein Handwerk unter anderem bei Hans-Joachim Köhler, Harry Boldt und Willy Schultheis erlernte, für die Gäste? Wie gestaltet der 71-jährige Träger des Reiterkreuzes in Gold Verkaufsverhandlungen, welche Vorschläge hat er im Hinblick auf das Probereiten von Verkaufspferden? Aus seiner jahrzehntelangen erfolgreichen Praxis der Pferdevermarktung wird Ullrich Kasselmann zahlreiche handfeste und erprobte Tipps und Ratschläge für seine Gäste in petto haben.

Zur Person: Ullrich Kasselmann
Die Arbeit mit Pferden ist seine Passion. Als Auktionsreiter lernte Ullrich Kasselmann, 71 Jahre alt, sein Handwerk bei Hans-Joachim Köhler, Harry Boldt, Willy Schultheis und vielen anderen Größen des Reitsports. Über 18 Jahre lang war Ullrich Kasselmann Auktionsreiter in Verden. In Hagen am Teutoburger Wald baute sich Kasselmann gemeinsam mit seiner Ehefrau Bianca und seiner Familie einen großen Hof von international anerkanntem Ruf auf, rund 220 Pferde beherbergt der Kasselmann’sche Hof heute, insgesamt 80 Angestellte sorgen für einen reibungslosen Ablauf des Unternehmens. Vom Youngster bis hin zum Olympiapferd findet man in den Ställen am Borgberg Pferde aller Couleur. Gemeinsam mit Paul Schockemöhle entwickelte Kasselmann die „Performance Sales International“, eine der erfolgreichsten Pferde-Auktionen weltweit. Der Hof ist zudem Standort diverser Turniere, das größte davon ist immer noch „Horses and Dreams“, ein internationales Turnier im Frühjahr, das den Auftakt der grünen Saison einläutet.



Katja Moellerherm

Warum Sie Ihre Pferde online vermarkten sollten
Die Dinge ändern sich und wir ändern uns mit ihnen – diese Alltagsweisheit trifft selbstverständlich auch auf das Vermarkten von Pferden zu. War es vor 20 Jahren noch ganz normal, auf der Suche nach einem Pferd von Stall zu Stall zu fahren, reist heute ein Großteil der potenziellen Pferdekäufer durchs virtuelle Netz. Online-Portale wurden gegründet, das größte im Pferdehandels-Segment ist ehorses, ein Unternehmen, das es seit der Jahrtausendwende gibt. Rund 650.000 Menschen besuchen die ehorses-Webseite im Monat, um sich dort darüber zu informieren, was der Pferdemarkt zu bieten hat.
Katja Möllerherm betreut einen Teil der ehorses-Kunden und wird in ihrem Vortrag erläutern, wie online-Marktplätze funktionieren und aus Käufer- und Verkäufersicht die wesentlichen Kriterien beleuchten, die ein gutes Verkaufsangebot ausmachen. Welche Bilder sind wichtig, was sollte ein Video bieten, und welche Wortwahl bei der Beschreibung des Pferdes spricht welche Kundschaft an? Ergänzend hat Katja Möllerherm noch diverse Tipps auf Lager, wie man möglichen Internet-Betrug erkennen und wie man sich vor ihm schützen kann.

Die Referentin
Neue Medien, Online-Portale und Marketing waren schon während ihres Studiums des Pferdemanagements in Holland die Lieblingsthemen von Katja Möllerherm, die selbst seit Kindesbeinen reitet und offen zugibt, dass sie ihr derzeitiges Pferd, den achtjährigen Westfalenwallach Rocky, trotzdem nicht über ein online-Portal gefunden hat, sondern ganz klassisch über eine Verkaufsanzeige in einem Printmedium. „Trotzdem stehe ich total hinter der Idee, Pferde online zu vermarkten“, schwärmt die 33-Jährige. Nach einer Station bei einem Spezialfuttermittel-Hersteller wechselte Möllerherm zur FN nach Warendorf in die Abteilung der Persönlichen Mitglieder, im Herbst 2018 startete sie dann für ehorses durch. „Das emotionale Thema Pferd zu kombinieren mit gezielt ausgewählten, sinnvollen Verkaufsstrategien, das reizt mich.“

Sascha Münch

Provisionsleistungen im Pferdekauf
Der Fall, mit dessen Hilfe der Rechtsanwalt Sascha Münch seinen Vortrag anschaulich macht, ging vor einigen Jahren durch die Presse und geht es noch:
Rund sieben Jahre wurde um die Rückabwicklung des Kaufvertrages über den Vererbers Insterburg gestritten, der seinerzeit für 1,6 Millionen den Besitzer gewechselt hatte. Ein besonderer Schwerpunkt in dieser Auseinandersetzung war die rechtliche Würdigung von Provisionszahlungen im Zusammenhang mit dem Verkauf. Das Oberlandesgericht Celle entschied, diese Zahlungen können sittenwidrig sein.
Provisionsleistungen sind üblich, aber sie unterliegen diversen Regularien. Wen muss man darüber informieren, in welcher Form? In welcher Höhe sind Provisionen angemessen? Wie kann man sich absichern, damit eine Provision im Falle eines Rechtsstreits nicht auch zum Thema gemacht wird, das den Vermittler teuer zu stehen kommen kann?
Sascha Münch warnt in seinem Vortrag anschaulich und eindringlich davor, diese Fragen auf die leichte Schulter zu nehmen, denn das Risiko des Vermittlers, der eine Provision einstreicht, ist immer dann erheblich, wenn es später zu Rechtsstreitigkeiten um den Verkauf geht.

Der Referent
Der gebürtige Bremer Sascha Münch, 34 Jahre alt, ist Partner in der Kanzlei Berner, Fischer & Partner mbB Fischer in Verden. Eine Anwaltskanzlei, die viele Fälle rund um das Pferd bearbeitet und beispielsweise Zuchtverbände, Züchter, Gestüte oder auch Einzelpersonen bei kaufrechtlichen Streitigkeiten berät. Nach dem Jurastudium in Bremen absolvierte Münch verschiedene Stationen u.a. in Kanzleien, beim Senator für Justiz und Verfassung in Bremen und beim Landgericht Verden. Schadens- und Versicherungsrecht sind seine Spezialität. Sascha Münch kommt aus einer Reiterfamilie und war bis zu Beginn seines Studiums im Bremer Landeskader und gewann dort als Junger Reiter Bronze bei den Landesmeisterschaften. Er ist Mitglied der European US Asian Equine Lawyers; einem weltweiten Netzwerk von Anwälten, die sich auf Rechtsstreitigkeiten mit Bezug auf den Pferdesektor spezialisiert haben.

Dr. Theo Schneider

Die Taxation von Reitpferden
Was ist mein Pferd wert? Diese Frage wird von den meisten Pferdebesitzern verdrängt. Pferde sind in der Regel Familienmitglied und der plötzliche Verlust ist unvorstellbar.
Aber was passiert, wenn das Pferd sich verletzt oder gar stirbt? Der Pferdesachverständige hat in diesem Fall die Aufgabe, den Wert oder die Wertveränderung des Pferdes objektiv, neutral und nachvollziehbar zu ermitteln.
Auch beim Pferdekauf entspricht der Kaufpreis nicht immer der Qualität oder Ausbildungsperspektive eines Pferdes. Kommt es zu Streitigkeiten zwischen Verkäufer und Käufer, ist es die Aufgabe des Pferdesachverständigen, genau jene Kriterien festzustellen, aus denen ein objektiver Marktwert abgeleitet werden kann. Liegen genügend Daten und Informationen vor, nutzt ein Sachverständiger das so genannte Vergleichswertverfahren – doch viele weitere Faktoren können hinzukommen, die eine Taxation erst objektiv und neutral werden lassen. Welche das sind, wird der öffentlich bestellte und vereidigte Pferdesachverständige Dr. Theo Schneider in seinem Vortrag ausführen und erläutern.
Sie erfahren also nicht nur viel über das Fachgebiet der Taxation von Pferden, sondern gleichzeitig über die Aufgaben eines Pferdesachverständigen, dessen Prämisse es stets ist, seine Ergebnisse am Ende nachvollziehbar und überprüfbar zu präsentieren.

Der Referent
Der promovierte Agrarwissenschaftler Dr. Theo Schneider, geboren am 15.09.1963 in Wiesbaden, stammt aus einer berühmten Reiterfamilie und hat die Zucht und Ausbildung genau wie seine Schwester, Mannschaftsolympiasiegerin Dorothee Schneider, von der Pike auf gelernt. Die spezielle Marktsituation der Pferdebranche hat ihn während des Studiums in Göttingen und Gießen am meisten fasziniert, seine Promotion „Zur Taxation von Sportpferden“ wurde mit dem Forschungspreis des Deutschen Hengsthalterverbandes ausgezeichnet. Seit August 2001 ist er vom Regierungspräsidium Kassel für die Fachrichtung Zucht, Haltung und Bewertung von Pferden als Sachverständiger öffentlich bestellt und vereidigt. auch als Dozent, Referent und Autor hat sich der Wissenschaftler einen Namen gemacht. 2014 übernahm Dr. Theo Schneider an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen im Fachbereich Pferdewissenschaften den Lehrauftrag zum Versicherungsrecht und zur Taxationslehre Pferd. Hauptberuflich ist der aktive Zuchtrichter und Züchter von Reitpferden Trakehner und oldenburgischer Abstammung Produktmanager eines namhaften Versicherungsunternehmens.

Christian Siemer

Steuerliche Besonderheiten in der Pferdevermarktung
Deckstationen, Pferdehändler und Berufsreiter, die mit der Ausbildung und dem Verkauf von Pferden Geld verdienen, haben eins gemeinsam: Sie kennen sich mit Tieren aus – meist aber ist die Leidenschaft für Zahlen, Bilanzen und Prozente nicht ganz so ausgeprägt.
Bares Geld ist es aber, das vielen damit möglicherweise durch die Lappen geht, wenn sie nicht wissen, ob und wie sich welche Steuern ergeben oder sie gar beim Pferdehandel weggelassen werden können. Wann muss man Umsatzsteuer in Rechnung stellen, wann braucht man das nicht? Welche steuerlichen Konsequenzen hat es, wenn ich ein Pferd innerhalb der EU verkaufe? Oder nach Übersee? Welche Rolle spielen Steuerfragen bei der Inzahlungnahme von Pferden oder beim Pferdetausch? Der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Christian Siemer hat sich u.a. genau auf diese Themen spezialisiert und möchte in seinem Vortrag nicht nur über Beispiele aus seinem Berufsalltag sprechen, sondern bietet gleichzeitig an, konkrete Fälle und Fragen aus dem Publikum in seine Erklärungen mit einzubeziehen.

Der Referent
Christian Siemer
, 36 Jahre alt, hat Hobby und Beruf auf eine interessante Weise miteinander verbunden. Zunächst ist er als Schüler und Student dem Pferdevirus verfallen, war aktiver Turnierreiter, siegreich bis zur Klasse S***. Oft sieht man ihn auch als Zuschauer bei Vielseitigkeitsturnieren – dann überzeugt er sich davon, dass sein Frau Anna Siemer (Kadermitglied, u.a. 2004 Vize-Europameisterin Vielseitigkeit der Jungen Reiter) gesund ins Ziel kommt. Als Mitgesellschafter einer Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungskanzlei fehlt dem Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Christian Siemer mittlerweile die Zeit, selbst zu reiten. Er hat sich an seinem Standort in Hamburg u.a. auf die steuerliche Beratung von Deckstationen, Pferdehändlern und Berufsreitern spezialisiert.

Kai Vorberg

Podiumsdiskussion mit allen Experten
Sechs hochkarätige Vorträge, sechs Experten, die das Thema „Vermarktung von Pferden“ aus allen Blickwinkeln ausführlich beleuchtet haben – damit endet Teil eins des Bundesberufsreitertages 2019 allerdings noch nicht!
Um den höchstmöglichen Nutzen aus den Vorträgen zu ziehen, gibt es am Abend des ersten Tages eine Podiumsdiskussion, in der Moderator Kai Vorberg noch einmal die Quintessenzen jedes Vortrages aufgreifen wird. Die Gäste haben die Gelegenheit, individuelle oder auch allgemeine Fragen an jeden Experten zu stellen, die ausführlich beantwortet werden. Nutzen Sie diese einmalige Gelegenheit!

Der Moderator: Kai Vorberg
Kai Vorberg war zwischen 1997 und 2010 zweimal Welt- und zweimal Europameister, diverse Vize-Titel und acht Siege bei den Deutschen Meisterschaften runden seine aktive Zeit als Voltigierer ab. Bis heute hält er den Rekord für die meisten errungenen Championatsmedaillen im internationalen Voltigiersport. Für seine vorbildliche Karriere und seine erfolgreiche Laufbahn als Trainer, Longenführer und Ausbilder von Pferden und Voltigierern, wurde er 2016 zum Voltigiermeister ernannt – ein Titel, der analog dem Reitmeister, im Voltigieren für hervorragende Verdienste um den Sport und um die Ausbildung verliehen wird.
Vorberg absolvierte die Pferdewirtprüfung 2008 (damals noch Schwerpunkt Reiten) und die Pferdewirtschaftsmeisterprüfung 2012 (damals noch Teilbereich Reitausbildung) und an der Trainerakademie des DOSB in Köln beendete er 2015 das dreijährige, berufsbegleitende Studium zum Diplom-Trainer DOSB mit Bestnote. Der heute 37-jährige Kölner lebt in Warendorf, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Als Bundestrainer/Disziplintrainer Voltigieren ist er seinem Sport treu geblieben. Darüber hinaus ist er seit 2012 für FN/DOKR tätig, hat in verschiedenen Projekten der Abteilung Ausbildung und Wissenschaft federführend mitgewirkt (Kriterienkatalog Vorbereitungsplatz, Richtlinien Band 1 und Band 2 Dressur) und ist seit 2018 als Bundestrainer Bildung zuständig für die Fortbildung der Bundestrainer und die DOKR-Trainerakademie.