Foto: Tatjana Schneider

46.Bayerischer Berufsreitertag am 11.11.2019

„Vorbereitung und Ausbildung von jungen Dressurpferden“
„Welche Kriterien sind wichtig für einen gut passenden Sattel?“

Die Bundesvereinigung der Berufsreiter hatte mit diesen hochinteressanten Themen zum diesjährigen bayerischen Berufsreitertag nach Rottenburg a.d. Laaber auf den wunderschönen Zuchthof der Familie Wadenspanner geladen.Zu Beginn wurden die Teilnehmer von den Delegierten der BBR ,Siggi Haaf, Hans Weber und seiner kommissarischen Vertretung Tatjana Schneider begrüßt und von Frau Ursula Veith von der Landesanstalt für Landwirtschaft über die aktuelle Situation der Berufsausbildung Pferdewirt, insbesondere über die neue Pferdewirtschaftsmeisterprüfung, auf den neuesten Stand gebracht.
Die Fortbildung eröffnete der stellvertretende Vorsitzende des Pferdesportverbandes Hessen und Leiter des Fachausschusses Basis- und Aufbauprüfungen Dr. Carsten Munk.
Mit fundiertem Wissen,Witz und Charme führte er durch seinen umfangreichen und interessanten Vortrag über die Vorbereitung und Ausbildung von jungen Dressurpferden aus der Sicht des Richters und fesselte damit das Publikum.
Als zweiten Referenten des Tages durften die Teilnehmer den Sattlermeister Thorsten Fichtbauer aus Rennertshofen begrüßen.
Die Kriterien eines richtig passenden Sattels waren Inhalt seines Vortrags.
Eigens für den Berufsreitertag fertigte Herr Fichtbauer extra einen Dressursattel mit durchsichtigen Sattelkissen, um am Nachmittag beim Praxisteil das Verhalten der Sattelpolster beim Reiten zu demonstrieren.
Nach der Mittagspause konnten sich die Teilnehmer auf den praktischen Teil des Berufsreitertages freuen:
Insgesamt wurden neun hochkarätige Dressurpferde im Alter von 4 bis 7 Jahren in Dressurpferdeprüfungen der Klasse A bis M vorgestellt. Gemeinsam mit dem Publikum wurden die Pferde von Dr. Munk im Bezug auf die altersgemäße Ausbildung und Vorstellung beurteilt. Dr. Munk lobte die auffallend gute Qualität der vorgestellten Pferde, die vom Team Walter Wadenspanner und Tatjana Schneider zur Verfügung gestellt wurden.
Die Demonstration des Fichtbauer-Sattels mit seinen durchsichtigen Kissen und dessen Verhalten während des Reitens war sehr aufschlußreich und gab ebenfalls reichlich Fläche zu angeregter Diskussion.
Ein großes Dankeschön geht an die Familie Wadenspanner,die die Teilnehmer mit Kaffee und Kuchen auf Ihrer Anlage herzlich begrüßt hat und an die Bundesvereinigung der Berufsreiter, die erstmals diese Veranstaltung großzügig bezuschusst hat. Die Teilnahme war kostenfrei, lediglich eine Verpflegungspauschale war zu entrichten.Zum Abschluss gab es noch eine Betriebsführung auf dem Zuchthof, durch die Walter Wadenspanner führte.
Summa summarum war es eine äußerst gelungene und sehr informative Veranstaltung,die mit ca. 40 Teilnehmern leider nur sehr schwach frequentiert war.Auch wenn es für den einen oder anderen nicht immer einfach ist einen Tag am Betrieb zu fehlen, so ist Fortbildung wichtig und Ausbildung tut Not.
Schließlich haben die Organisatoren und die Referenten keine Kosten,Mühen und Zeit gescheut, ihr Fachwissen an den/die Pferdemann/-frau zu bringen und ihre Sportpferde für solch eine Veranstaltung zur Verfügung zu stellen.Das sollte zukünftig mit größerer Teilnahme belohnt werden.
Text: Tatjana Schneider